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Welches sind die Unterschiede zum Consulting?

Coaching und Consulting sind zwei sehr vielschichtige Begriffe, die in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedlich verwendet werden. Häufig tauchen sie im Zusammenhang mit Veränderungsprozessen auf.

Befassen wir uns zunächst mit dem Thema Coaching. Ursprünglich stammt der Begriff „Coach“ aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Kutsche“. Ein Coach ist also derjenige, der anderen hilft, sich  fortzubewegen bzw. zu verändern. Der Begriff des Coaching wurde einer breiteren Öffentlichkeit erstmals über den Leistungssport bekannt, in dem ein Coach einen Leistungssportler umfassend, d.h. über den rein technisch athletischen Teil hinaus auch psychologisch betreut.

Nach der  Definition der führenden Coaching-Verbände ist Coaching „die professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung von Personen mit Führungs- / Steuerungsfunktionen und von Experten in Unternehmen, Organisationen. Zielsetzung von Coaching ist die Weiterentwicklung von individuellen oder kollektiven Lern- und Leistungsprozessen für berufliche oder persönliche Anliegen.“ (Coaching Definition des DBVC e.V.).

 

Coaching fördert die Selbstreflexion: keine Lösungen von der Stange

Ein grundsätzliches Merkmal des professionellen Coachings ist die Förderung der Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung sowie die selbstgesteuerte Erweiterung der Möglichkeiten des Klienten bezüglich seiner Wahrnehmung, seines Erlebens und Verhaltens auf allen Sinnesebenen.

Für mich ist Coaching immer ergebnis- und lösungsorientiert und damit auch auf den Erfolg hin überprüfbar. Als eine Form der professionellen Beratung dient Coaching meinen Klienten dem Erhalt und der Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit, sowohl für sich selbst als auch für das Unternehmen, die Behörde oder Verwaltung (berufliches Coaching) oder für die Familie (privates Coaching). Dabei stehen die individuellen Entwicklungsziele meiner Klienten mit Blick auf ihr berufliches oder privates Anliegen im Vordergrund.

Im Coaching wird der Klient angeregt, eigene Lösungen zu entwickeln, die zu seiner Situation und Persönlichkeit passen. Es gibt keine Lösung „von der Stange“. Der Klient lernt im Gespräch, seine Probleme eigenständig zu erkennen und zu lösen. Mittels Coaching soll der Klient in die Lage versetzt werden, seine Einstellungen und sein Verhalten so weiter zu entwickeln, dass er effektive Ergebnisse erzielt und sich in Zukunft neuer Problemlöse-Techniken bedienen kann (Hilfe zur Selbsthilfe).

Coaching ist kein Consulting: Im Coaching ist der Coachee selbst der Experte.

Als Coach in Köln (u.a. Coach im Coachpool der BAköV) sowie ehemaliger Manager werde ich von meinen Klienten oft auch als fachlicher Ansprechpartner bei beruflichen Themen gesehen und um Ratschlag oder eine persönliche Stellungnahme gebeten. Damit sind wir bei „Consulting“ angelangt, dem zweiten Begriff, um den es in diesem Blog gehen soll.

Dieses Vorgehen hat mit Coaching nichts zu tun. Im Unterschied zum Coaching geht Consulting von einem Expertenwissen aus, über das der Consultant für einen bestimmten beruflichen Kontext verfügt. Der Consultant ist jetzt der Problemlöser, der Klient der Inputgeber. Der Klient möchte die Berufs- und Lebenserfahrung des Consultants nutzen, um rasch zu einer konkreten Problemlösung zu gelangen. Die Betonung liegt auf Expertenwissen und gezielte Lösungen.

Coaching ist also kein Consulting. Consulting kann als eine Maßnahme im Coaching eingesetzt werden, z.B. um einen fachlichen Impuls oder Hinweis zu geben. Das Coaching bietet dann den Rahmen, spezielle Fertigkeiten aufzubauen oder zu verbessern.

 

Consulting fokussiert sich auf Beratung zu Fachthemen

Consulting ist die individuelle Aufarbeitung von zumeist betriebswirtschaftlichen oder technischen Problemstellungen durch Interaktion zwischen einem Consultant und einem um Rat nachsuchenden Klienten. In meiner Arbeit bezieht sich das häufig auf Fragen der Aufbau- und Ablauf-Organisation, auf finanzwirtschaftliche Kennzahlen oder die Gestaltung von Prozess-Abläufen.

Beide Vorgehensweisen haben ihre Berechtigung und ihre jeweiligen Vorteile. Consulting macht Expertenwissen verfügbar, erlaubt „Best Practice“ Vergleiche und sorgt für rasche Lösungen. Dies geschieht mit dem Blick des Experten. Consulting arbeitet mit Analysen und Schlussfolgerungen des Consultants. Diesen kann sich der Klient anschließen und die Empfehlungen des Consultants für den Veränderungsprozess umsetzen.

Im Coaching ist der Klient selbst der Experte. Die Haltung ist: der Klient verfügt über sämtliche Ressourcen zur Lösung seines Problems. Nur er kann wissen, was für ihn die richtige Lösung und die gewünschte Veränderung ist. In diesem Punkt unterscheiden sich beide Vorgehensweisen diametral. Während das Lernen im Coaching durch eigene Problemlösung erfolgt, liefert der Consultant auf Basis der Prämissen des Klienten fertige Lösungen.

Wenn im Coaching-Prozess beide Elemente genutzt werden, hat es sich bewährt, diese jeweils kenntlich zu machen.

Hans-Georg Lauer

Coach in Köln

Hans-Georg Lauer Business- & Life-Coach
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