Wie sie ihre Pläne / Vorsätze erfolgreich in die Tat umsetzen

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze zum neuen Jahr? Ob es darum geht, ein paar Kilo abzunehmen, sich auf einen gesünderen Lebensstil einzustellen, die Work-Life-Balance zu verbessern oder selbstbewusst in Management Meetings die eigene Position zu vertreten, häufig finden sich die guten Vorsätze zu Beginn des neuen Jahres. So erlebe ich dies auch bei vielen meiner Coaching Klienten.

Gute Vorsätze für das neue Jahr

Den Beginn eines neuen Jahres sehen viele als natürliche Zäsur im Laufe ihres Lebens, die sie nutzen wollen, um für sich Neues anzupacken. Wir alle wissen, was aus diesen Vorsätzen in kürzester Zeit werden kann. Nach anfänglicher Begeisterung können die selbst gesteckten Ziele schnell wieder in der Kiste der Versenkung verschwinden. Spätestens dann, wenn die Widerstände gegen die geplante Veränderung zu groß werden und sich erste Enttäuschungen einstellen.

Die Technik WOOP

Deshalb ist es so wichtig, sich nicht nur über die geplante Veränderung im Klaren zu sein. Im nächsten Schritt geht es darum zu bestimmen, welches der zweckmäßigste Weg / die passende Methode ist, um eine Veränderung nachhaltig zu bewirken. Wenn sie sich z.B. für 2018 vornehmen, selbstbewusster vor großen Gruppen aufzutreten und häufiger in der Öffentlichkeit zu sprechen, reicht dies allein für eine Veränderung noch nicht aus.

Als besonders nachhaltig für Veränderungen hat sich die Technik „WOOP“ erwiesen, die von der Hamburger Psychologie-Professorin Gabriele Oettingen entwickelt wurde. Sie hat sich in vielen Studien intensiv mit Motivation und Zielerreichung beschäftigt und diese Technik für Menschen entwickelt, die sich selbst in einer Phase der Stagnation erleben, aus der sie herauskommen möchten.

WOOP steht als Akronym für

  • Wish
  • Outcome
  • Obstacle
  • Plan

Im Folgenden möchte ich auf die vier Elemente der WOOP Technik im Einzelnen eingehen. Ich selbst nutze die WOOP Technik in meinem Coaching für viele meiner Management Klienten.

Unser Wunsch (Wish)

Werden sie sich zunächst über ihre Vorsätze / Wünsche im Klaren. Wie sieht dieser aus und was würde sie zufrieden / glücklich machen?

Bevor wir aber anfangen, uns neu zu erfinden und viel Energie und Willenskraft in eine Selbst-Verbesserung zu investieren, sollten wir uns fragen: ist die Veränderung wirklich etwas, die wir uns selbst wünschen oder doch eher etwas, was andere von uns erwarten? Welchen Werten / Wertmaßstäben wollen wir mit der angestrebten Veränderung genügen und warum eigentlich? Sind das unsere eigenen Maßstäbe oder versuchen wir hier alten Mustern aus unserer Erziehung gerecht zu werden? Und schließlich: geht es uns wirklich besser, wenn wir die Vorsätze umgesetzt haben?

Wir kommen uns selbst am besten auf die Spur, wenn wir bewusst wahrnehmen, welche Gedanken und Gefühle uns begleiten, wenn wir an die geplante „Selbst-Optimierung“ denken. Mein Tipp: versuchen sie genau wahrzunehmen, welche Gedanken und Gefühle sie bei  ihrem Wunsch begleiten.

Einen konkreten Zielzustand entwickeln (Outcome)

Das alleinige Schwelgen in positiven Zukunftsphantasien ist gemäß vielen empirischen Studien zur Erfolgswirksamkeit und meiner eigenen Erfahrung als Business Coach keine Lösung. Das Phantasieren mag unser aktuelles Gefühl zwar positiv beeinflussen. Einer echten Veränderung steht dieses gefühlsmäßige Schwelgen dann jedoch im Weg, wenn es sich darauf beschränkt.

In diesem zweiten Schritt geht es deshalb darum, das Bauchgefühl / die Intuition mit dem Verstand und dem logischen Denken zu verbinden. Nur wenn „Bauch“ und „Kopf“ miteinander im Einklang sind, handelt es sich um ein Ziel, welches sie erreichen können. Sobald Verstand und Gefühl im Widerstreit sind, treten sie auf der Stelle.

Es gilt, aus einem vagen Wunsch einen angestrebten, positiven Zielzustand so präzise wie möglich abzuleiten und sich die konkreten Hindernisse auf diesem Weg bzw. das zentrale Hindernis möglichst plastisch vorzustellen. Deshalb wird die Technik  WOOP auch als „Mentales Kontrastieren“ bezeichnet. Beschreiben sie ihr Ziel möglichst an Hand von messbaren Kriterien (spezifisch, konkret, mit Termin versehen, usw.).

Nehmen Sie Rückschläge (Obstacle) nicht so tragisch

Zu jeder Veränderung gehören Rückschläge. Einerseits tauchen unvorhergesehene Probleme auf, andererseits ermüden wir bei unseren Bemühungen, ähnlich wie wir das vom Sport kennen.  Das ist nichts Ungewöhnliches. Planen sie deshalb Rückschläge / Ausnahmen mit ein.

Und nehmen Sie Rückschläge nicht so tragisch. Wichtig ist, dass Sie sich nicht selbst für den Rückschlag oder die erneute Versuchung (Süßigkeiten, Rauchen, kein Sport etc.) verurteilen und bestrafen. Denn das würde ein neues Problem verursachen. Indem Sie sich selbst verurteilen, schwächen sie ihren Selbstwert. Sie kommen in einen negativen Kreislauf von Selbstabwertung und Unzufriedenheit über die misslungene Zielerreichung. Das lässt sie schnell am Ziel zweifeln.

Bewerten sie Rückschläge vielmehr als ein Zeichen dafür, dass wir mit reiner Willenskraft nicht immer in der Lage sind, unseren Emotionen ein „Schnippchen zu schlagen“. In einer westlichen Leistungsgesellschaft wie der unseren steht die Willenskraft hoch im Kurs. Wer über viel  Willenskraft verfügt, gilt gemeinhin als erfolgreich. Leider wird diese Betrachtung dem Phänomen der Rückschläge nicht gerecht.

Einen konkreten Plan erstellen (Plan)

Auf Basis der Visualisierungen erstellen sie dann im vierten und letzten Schritt einen ganz konkreten, schriftlichen Plan, z.B. für ihre neue Work-Life-Balance, ihr Fitness-Programm oder ihre Bewerbungskampagne. Planen sie dabei konditional, so dass ihnen klar ist, wie sie sich verhalten, wenn ein bestimmtes Ereignis / Hindernis eintritt („wenn…dann“). Planen sie konkrete Maßnahmen und geben sie den Maßnahmen einen Termin zur Erledigung. Nutzen sie Zwischenschritte. Überprüfen sie in regelmäßigen Abständen, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind.

Häufig benötigen wir mehrere Anläufe

Nach meiner Erfahrung benötigen wir meist mehrere Anläufe, um Veränderungen wirksam in die Praxis umzusetzen und neue Verhaltensweisen einzuschleifen. Es gibt sozialpsychologische Experimente, die zeigen, dass wir >5 Anläufe brauchen, um Veränderungen effektiv vorzunehmen. Erst dann überwiegt das neue Verhalten. Und verzichten sie anfänglich auf Stress auslösende Situationen, um in einer einfacheren „Umgebung“ Lernfortschritte zu erzielen.

Meine Coaching Praxis

In meinem Coaching unterstütze ich sie dabei, ihre Ziele / Vorsätze wirksam zu erreichen, sei es für eine neue Management-Aufgabe oder im privaten Bereich. Wir schauen gemeinsam auf ihre Ziele und Pläne. Dabei nutze ich unter anderem die Technik WOOP. Sie lernen, aus ihrem Muster auszubrechen und Veränderungen effektiv anzugehen.

Hans-Georg Lauer

Coach in Köln und Bonn

www.coaching-lauer.de

kontakt@hglauer.com

 

Hans-Georg Lauer Business- & Life-Coach
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